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Firmenanwalt

Ausbildung zum Firmenanwalt

Vom Grundprinzip her ist das Berufsbild eines Firmenanwalts jedem anderen Anwalt gleichgestellt. Auch der Firmenanwalt muss ein mehrjähriges Studium an einer Universität mit den Staatsexamina und Referendariat absolvieren. Allerdings sollte sich ein zukünftiger Firmenanwalt bereits während der Ausbildung auf die Bereiche Vertragsrecht und Wirtschaftsrecht spezialisieren, je nachdem worauf der Fokus liegt. Auch ist eine endgültige Fachspezifizierung in der Regel erst nach einer dreijährigen Zulassung als Rechtsanwalt, sowie den entsprechenden praktischen und theoretischen Nachweisen - in Form von Kursen und Leistungskontrollen - möglich.

 

Berufsbild Firmenanwalt

Ein Fachanwalt für den Firmenbereich kann sich auf Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Gewerblichen Rechtsschutz und viele andere Bereiche spezialisieren. Je nach Firmengröße und Anforderungen ist eine Spezialisierung auch zu empfehlen. Allerdings gibt es auch eher kleinere Firmen, die mehr den Generalisten im Bereich Recht wünschen.

In der Regel werden Firmenanwälte vor allen Dingen im Bereich Vertragsrecht benötigt. Hier decken sich die juristischen Aufgabengebiete mit allen Fragestellungen, Beratungen und Unterstützungen der Geschäftsleitung oder auch der Personal- und Vertriebsabteilungen. Aufgaben die dabei detailliert anfallen können, sind zum Beispiel die Erstellung und Umsetzung von innerbetrieblichen Regelwerken und Mitarbeiter-AGBs, Überprüfung und Erstellung bestehender Mitarbeiter- und Kundenverträge, sowie den Firmen-AGBs und die vorherige Konzeptionen zu diesen. Auch wichtig können in diesem Zusammenhang die Einführung und die Sicherstellung der Legal Compliance sein.

Legal Compliance meint dabei die Einhaltung von Kodizes - meist freiwillig - sowie Gesetzen und Richtlinien in den Unternehmen. Dies bedeutet im Prinzip die Überwachung der aufgestellten Reglements und deren Durchsetzung bei den Mitarbeitern und gegebenenfalls auch Kunden. Zur Legal Compliance können in Firmen die Themen Datenschutz, Marktmissbrauch und Richtlinien gegen kriminelle Handlungen wie auch weitere gehören.

Zu den weiteren Aufgabenbereichen des Firmenanwalts - immer abhängig von Branche und Größe der Firma, sowie bei größeren Konzernen, für welches Spezialgebiet die einzelnen Anwälte zuständig sind - gehören auch Themen wie Handels- und Vertriebsrecht, gewerbliches Miet- und Pachtrecht, Wettbewerbsrecht und Gesellschaftsrecht. Dabei geht es im Gesellschaftsrecht vor Allem um die Thematiken Handelsregister, Satzungsentwürfe, Haftungs- und Gesellschafterfragen, aber auch im Zweifel um das Steuerrecht. Das Miet- und Pachtrecht im gewerblichen Bereich umfasst vor Allem Arbeitgeber wie Wohnungsunternehmen und Immobilienverwaltungen. Der Bereich Handels- und Vertriebsrecht ist der wahrscheinlich Anspruchvollste, da man hier noch intensiver auf dem aktuellsten Stand der Dinge sein muss um Vertriebsverträge entsprechend den neuesten und den Vertragsgegenständen angepassten Kriterien behandeln zu können. Das Wettbewerbsrecht beschäftigt sich vor Allem mit Unterlassungsansprüchen und Schadenersatz.

 

Abgrenzung zu herkömmlichen Anwälten

Ein Firmenanwalt beschäftigt sich grundsätzlich nicht mit anderen Rechtsstreitigkeiten wie Straf- oder Familienrecht. Die Spezialisierungen gehen immer mit dem Themenschwerpunkt der Firma konform und können Änderungen in den Anforderungen unterliegen.